Querwege e. V.

Physiotherapie QuerWege

Spezielle Therapieangebote für Kinder

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen – das gilt auch für die Medizin. Sie sind je nach Alter und Entwicklungsphase von eigenen Krankheitsbildern betroffen und bedürfen anderer Diagnose- und Therapiemethoden. Unser Ziel ist es, unseren kleinen Patienten hochwertige Therapien in einer kind- und familienfreundlichen, fürsorglichen Atmosphäre anzubieten. Wir legen Wert auf Aufklärung und Beratung, auf individuelle Zuwendung und persönliche Gespräche. So können wir mögliche Ängste abbauen und eine gute Grundlage für den gemeinsamen therapeutischen Weg schaffen.

Bobath

In unseren Behandlungen ist die wichtigste Grundlage das Bobath-Konzept. Dieses beinhaltet zunächst eine genaue Beobachtung und Analyse der möglichen Bewegungen und Bewegungsmuster der Kinder und das Feststellen der evtl. vorhandenen Probleme. In der Therapie erarbeiten wir Veränderungen der Bewegungsmuster und den Ausbau von Bewegungsmöglichkeiten, immer eingebettet in spielerische Handlungen. Gerade dies ist wesentlicher Bestandteil des sogenannten ganzheitlichen Ansatzes des Bobath-Konzeptes: Nicht nur die Motorik ist im Fokus der Therapie, sondern das Kind mit all seinen Aspekten. Dabei ist auch eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern und mit den Vertreter_innen anderer Berufsgruppen (Pädagog_innen, Logopäd_innen, Ergotherapeut_innen, Ärzt_innen, Rehatechniker_innen etc.) ganz entscheidend, um die therapeutischen Ansätze auch in den Alltag des Kindes integrieren zu können.

Vojta-Therapie

Diese Behandlungsmethode wurde von Dr. Václav Vojta entwickelt. Sie beinhaltet spezielle Untersuchungsverfahren (Test der “Lagereaktionen”) und das therapeutische Auslösen der sogenannten Reflexfortbewegung (“Reflexkriechen”, “Reflexumdrehen”). Dies geschieht in fest definierten Ausgangsstellungen (Rückenlage, Seitlage, Bauchlage) unter Stimulation von sogenannten Auslösezonen. Dadurch werden komplexe Bewegungsmuster aktiviert, die der physiologischen Bewegung eines Säuglings entsprechen. Durch häufiges Wiederholen dieser Stimulation erhofft man sich, dass das Kind diese Bewegungsmuster speichern und in die eigene, spontane Motorik integrieren kann.

Orofaziale Regulationstherapie und Neuromotorische Entwicklungstherapie nach Castillo Morales

Neuromotorische Entwicklungestherapie und Orofaziale Regulationstherapie nach Castillo Morales: Beide Therapiekonzepte wurden von dem argentinischen Arzt Dr. med. Rodolfo Castillo Morales entwickelt und haben sich seit den 1970-er Jahren auch in Deutschland etabliert. Die Neuromotorische Entwicklungstherapie findet vorallem bei der Behandlung von Kindern mit statomotorischer Retardierung (verzögerte Entwicklung der Haltung und Bewegung), mit reduziertem Muskeltonus oder mit peripheren (schlaffen) Lähmungen Anwendung. Die Orofaziale Regulationstherapie ist ein spezielles Behandlungskonzept für Patienten mit sensomotorischen Störungen im Bereich des Gesichtes, Mundes und Rachens, besonders für die Behandlung von Saug-, Kau-, Schluck- und Sprechstörungen. Durch Druck, Zug, Streichen, Tapping und Vibration wird der Muskeltonus reguliert, und Bewegungen werden angebahnt. Es handelt sich auch um ein ganzheitliches Behandlungskonzept, bei dem der Patient/das Kind mit all seinen Aspekten im Mittelpunkt steht.

Atemtherapie

Diese kann ganz unterschiedliche Schwerpunkte haben, so u.a. die Anleitung bei der Inhalation, die Sekretmobilisation, die Thoraxmobilisation (Dreh-Dehnlagen), Entspannungstechniken oder das Erlernen der sogenannten Autogenen Drainage.